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Der Verband der Apothekeninhaber Südtirols reagiert „mit Verwunderung“ auf die Darstellungen des Assessorates für Gesundheit im Zuge der Diskussion um die neuen Medikamentenvergabestellen in vier Krankenhäusern des Landes. „Die kolportierten Daten entsprechen nicht der Realität“, schreibt der Verband in einer Stellungnahme.
Das Assessorat verwies darauf, dass das öffentliche Gesundheitswesen für seine Patienten pro Jahr Medikamente im Gesamtwert von rund 123 Millionen Euro bezahle. Von diesem Gesamtbetrag würden rund 81 Millionen Euro über die privaten Apotheken laufen, so das Assessorat. Diese Zahlen stimmen laut den Apothekeninhabern mit den offiziellen des Finanzministeriums jedoch nicht überein. „Tatsächlich waren es im Vorjahr rund 58 Millionen Euro und damit 8,5 Prozent weniger als im Jahr 2010, die an die Apotheken gingen.“ Das hieße folgerichtig, dass mehr als die Hälfte der 123 Millionen Euro für Arzneimittel im Krankenhaus ausgegeben würden.
Auch unterstreicht der Verband, im Zusammenhang mit den Medikamentenvergabestellen nie von unlauterem Wettbewerb gesprochen zu haben. „Wir wissen, dass es die gesetzliche Möglichkeit gibt, eine solche Einrichtung zu schaffen. Ob sie aus Kostensicht aber sinnvoll ist, ist eine andere Frage, wenn es bereits rund 119 Apotheken in Südtirol gibt, die einen flächendeckenden und gut funktionierenden Service anbieten – auch nach 17 Uhr, an Feiertagen und am Wochenende. Ohne zusätzliche Ausgaben für Struktur und Personal.“